Ein Monat mit dem Elektro-Smart – Teil 6

Im sechsten Teil der Serie kommt es raus: Ich veröffentliche meine Erlebnisse mit etwas Zeitverzögerung. So kommen jetzt erst langsam meine Erlebnisse während des Kälteeinbruchs Ende Februar ans Licht.

Tag 14:

Tatsächlich motivieren mich kostenlose Lademöglichkeiten zu Fahrten, die ich sonst einfach sein gelassen hätte. So war ich heute nochmal in Fellbach. Dort hätte ich auch mit der Bahn hinfahren können, was sicher umweltfreundlicher gewesen wäre. Man könnte sagen, der Umwelteinfluss eines Autos hängt auch davon ab, wie (un)gerne man es nutzt.

Diesmal hing bereits ein Audi A3 e-tron an der kostenlosen Ladesäule am Fellbacher Rathaus. Zum Glück hat die Säule zwei Ladepunkte, sodass ich dennoch laden und den Rückweg wieder mit voller Reichweite antreten konnte. Auch wenn ich noch locker ohne Nachladen zurückgekommen wäre, gilt wie immer: So oft und viel Laden wie möglich!

Tag 15:

Der Winter hat Deutschland fest im Griff, die zweistelligen Minusgrade fordern ihren Tribut. Von meinem Benziner. Ich hatte ja eine neue 12V-Batterie für den Mercedes gekauft, aber noch nicht eingebaut. Die alte funktionierte ja noch…nur reicht der Startstrom wie ich nun weiß bei morgendlichen -12 Grad Celsius nicht mehr aus, die Fuhre anzuwerfen. Hier ist der Elektro-Smart mal wieder im Vorteil. Er benötigt keinen Anlasser, der beim Start einen Spitzenstrom von mehreren hundert Ampere zieht. Bei kalter Traktionsbatterie wird vielleicht nicht die volle Leistung freigegeben, dennoch lässt sich der Smart ohne Probleme starten und fahren.

Dafür zeigt sich beim Smart ein anderes Phänomen. Der Ladestand der Antriebs-Batterie scheint über Nacht zu schrumpfen. Über die genaue Erklärung kann ich nur spekulieren, aber durch die extreme Kälte ist wohl morgens (mit kalter Batterie) der gemessene Ladezustand deutlich geringer als beim Abstellen am Abend zuvor (mit betriebswarmer Batterie). Wer also das Auto mit 30% Ladezustand abstellt und sich denkt „naja, bis zur Arbeit reicht’s grad noch“, könnte am nächsten Morgen eine böse Überraschung erleben. Auch hier gilt wieder, dass ein bisschen Puffer immer einzuplanen ist.

Abgesehen davon kann der Winter dem Smart kaum etwas anhaben. Die Heizung funktioniert super, die Fahrleistungen (also Beschleunigung, Geschwindigkeit) haben auch nicht spürbar abgenommen, nur die Reichweite. Und das Scheibenwischwasser ist eingefroren. Ansonsten decken sich meine Eindrücke sehr mit denen von Marcus. Auch ich hätte mir noch eine Lenkradheizung gewünscht, bin aber insgesamt zufrieden mit den Winterqualitäten des Smart Electric Drive.

Tag 16/17/18:

Auch wenn das elektrische Fahren Spaß macht, bleibt der Smart nun auch öfter stehen. Wäre ich täglich auf ein Auto angewiesen, würde mich das dauernde Laden inzwischen wohl auch nerven. Für die zwei bis drei Fahrten in der Woche hingegen ist es noch in Ordnung.

 

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