Günstig Strom laden – Teil 2

Nun hat auch EnBW die finalen Ladetarife für die App mobility+ bekanntgegeben. Damit werden die Karten um den günstigsten Ladetarif neu gemischt. Generation Strom zeigt die aktualisierte Übersicht.

Bis Ende Februar gilt noch der unschlagbar günstige Ladetarif von EnBW mit der mobility+ App. Einen Monat kann also noch für einen Euro an AC-Ladepunkten und für zwei Euro an DC-Ladepunkten geladen werden. Danach gelten die folgenden Tarife:

EnBW_Tarif_ab_2019-03-01

Die DC-Preise liegen jeweils 10 Cent über den Preisen für eine AC-Ladung. Grundsätzlich wird per Kilowattstunde abgerechnet. Damit hat EnBW endlich die faire Abrechnung nach Energiemenge umgesetzt, die seit langen von vielen E-Auto-Fahrer gefordert wird. Es gibt keine Standgebühren und keine Obergrenze, wie viele Kilowattstunden man maximal pro Monat Laden darf, wie es bei den neuen Maingau-Tarifen für EinfachStromLaden der Fall ist. Hier liegt die maximale Abgabemenge bei 300 kWh je Kunde (siehe AGB, Ziffer 1.5).

Besonders Fahrzeuge mit Schnarchladern, wie die meisten Plug-in-Hybride, profitieren von diesem Abrechnungssystem, da es keine zeitliche Begrenzung gibt. Auf der anderen Seite ist die Motivation, eine Ladesäule nach vollendetem Ladevorgang wieder frei zu machen, dadurch stark begrenzt. Da Deutschland noch keine flächendeckende und ausreichende Ladeinfrastruktur aufweist, wird es so weiterhin zu Engpässen an innerstädtischen Ladepunkten kommen, wenn diese beispielsweise zum günstigen Parken „missbraucht“ werden.

Bei den folgenden Tabelle könnt ihr wieder einfach nachvollziehen, welcher Tarif sich bei welcher Ladeleistung und bei welcher Ladedauer lohnt. Der Aktionstarif der Telekom gilt noch bis Ende März:

Günstig_laden_05h_190201

Günstig_laden_10h_190201

Günstig_laden_2h_190201

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Mit Blick auf die weiteren, hier betrachteten Anbieter gehören die EnBW-Preise jedenfalls zu den teuersten. Ab 11kW-Ladeleistung ist in den meisten Fällen der Telekom-Ladestrom-Tarif am günstigsten. Dies trifft auch nach Ende des Aktionszeitraums Ende März auf diesen Tarif zu. Aufgrund der zeitbasierten Abrechnung der Telekom lohnt es sich für den E-Mobilisten das Fahrzeug nach Ende des Ladevorgangs das Fahrzeug abzustecken und den Ladepunkt freizugeben.

Beim Maingau-Tarif fällt ab zwei Stunden beim AC-Laden und nach einer Stunde beim DC-Laden eine „Strafgebühr“ an. Fahrzeuge mit geringer Ladeleistung werden hier benachteiligt. Auf der anderen Seite ist sichergestellt, dass sich das dauerhafte Blockieren von Ladesäulen nicht lohnt.

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Das Laden an Ladestationen der EnBW (hier im Netzgebiet der Stadtwerke Sindelfingen) wird ab 01.03.2019 teurer.

Um den für eine bestimmte Situation besten Ladetarif zu wählen, sollte man sich vorab folgende Punkte überlegen:

  • Je höher die Ladeleistung und je kürzer der Ladevorgang, desto eher lohnt sich der Telekom-Tarif.
  • Bei Ladedauern von zwei Stunden für AC und einer Stunde für DC lohnt sich der Maingau-Tarif in jedem Fall anstelle des EnBW-Tarifs.
  • Der EnBW-Tarif ist optimal bei langen Ladedauern.

Mal schauen, wie lange der Preiskampf noch so weiter geht. Maingau und EnBW haben jetzt hoffentlich nachhaltige Preissysteme gefunden, mit denen der Unterhalt und der Aufbau der Ladeinfrastruktur dauerhaft gewährleistet ist. Auch die Telekom wird irgendwann nachziehen müssen, um Geld mit dem Ladestrom zu verdienen. Als Verbraucher kann man sich über den Wettbewerb nur freuen – kann man doch so bares Geld sparen.

Die Berechnungsexcel könnt ihr wie immer hier herunterladen: GenerationStrom_Günstig_laden_2019-01-31

Update 25.03.2019:

Die Telekom hat inzwischen ihren neuen Tarif bekanntgegeben. Mehr dazu unter:

Günstig Strom laden – Teil 3

Links zu den Anbietern:

Weiterführende Infos:

2 Kommentare zu „Günstig Strom laden – Teil 2

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  1. Danke EnBw !
    Ein Tarif wie er sein soll. Endlich kein ständiges nachschauen was und wie viel, wenn man denn Netz hat. An das blockieren der Säulen glaube ich nicht. Ich möchte mein Auto wie viele andere auch wiederhaben wenn es voll ist. Mein Zoe lässt mich über seinen Ladezustand nämlich nicht im Unklaren. Ich kann es per App jederzeit kontrollieren. Selbst ohne Internet geht es. Er schickt mir auch SMS wenn er anfängt und wenn er Voll ist. Das gibt es bei anderen Herstellern nicht mal für Geld und gute Worte. Nach meinem Debakel mit NM bin ich richtig froh. Abstruse Rechnungen ! Teilweise 6 Monate zu spät und Sauteuer ! Keine Angaben über Säulen. Geschweige denn Preise. EnBw hat dem nun endlich ein Ende gemacht. Ein Zeittarif muss Gesetzlich verboten werden ! Es gibt auf dem Planeten Erden kein E-Auto das die angegebene Ladeleistung erreicht ! Schon gar nicht bei 10 Grad minus ! Während mein Zoe ab 10 Grad plus in 2 Stunden und 20 Minuten von 7 auf 100 % lädt sind das bei 10 Grad minus 5 Stunden ! Der Zoe hat zwar eine Akku Kühlung aber keine Heizung. Ich hätte da noch ein paar Ideen. 1 Euro pro Minute für den Einkaufswagen im Supermarkt . Den können ja andere Kunden nicht nutzen. 5 Euro pro Minute für das Belegen der Zapfsäule. Nutzungsgebühr für das Supermarktgebäude. Muss ja gebaut werden. Der Supermarkt muss Personal bezahlen. Betriebskosten und und und… Da kann so ein Joghurt ruhig mal 5 Euro kosten. Ach nein tut er ja gar nicht. Wieso meint man dann bei einer Steckdose das anders handhaben zu müssen ? Wieso ? Ich kaufe Strom sonst nichts ! Ich bezahle auch nur Strom ! Nichts mehr ! Wie viel Aufwand es ist bis der Joghurt im Regal , das Benzin in der Säule , das Gas in der Leitung oder das Wasser im Hahn interessiert mich einen Schei…!
    Zumal man bei Strom noch nicht mal kosten hat. Das Kabel muss ich selbst haben. Ein Stromkabel legt man 1 mal und hat dann 100 Jahre ruhe. Auch Transport gibt es nicht. Es muss auch Pflicht werden das alle ! Säulen per EC Karte nutzbar sind. Egal wo. Geht mit jedem verschissenen Kaugummi ,Zigaretten oder Tankautomaten auf der Welt. Das sit aber Technisch wohl zu kompliziert für die Menschheit. Das Wissen haben wir nicht. Ich denke der „Warp“ Antrieb ist früher fertig. In diesem Sinne. Sorry musste mal raus.

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