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Test: Voi E-Scooter in Stuttgart

Mit Voi ist nun der zweite Anbieter von Leih-E-Scootern in Stuttgart gestartet und macht damit Lime Konkurrenz. Doch was kann der schwedische Anbieter in rot im Vergleich zum amerikanischen Wettbewerber in grün?

Das Wichtigste in Kürze:

Registrierung:

  • Lade hier die App herunter und bekomme eine kostenlose Fahrt mit Voi.
  • Führe die Registrierungsschritte durch und hinterlege deine E-Mail-Adresse.
    • WICHTIG: Die E-Mail-Adresse ist dein Voi-Account. Gebe in den folgenden Schritten immer die gleiche E-Mail-Adresse an!
  • Hinterlege eine Bezahlmethode: Paypal oder Kreditkarte
  • Führe die Voi-Fahrschule #RideLikeVoila durch und erhalte bis zu 5 Credits (= 5 EUR). Hierbei handelt es sich um ein Quiz. Die Fahrschule läuft stabil in Chrome, in Firefox gab es einige Probleme.
  • Hole dir weitere 5 Credits, indem du dich zum Newsletter anmeldest und den erhaltenen Code in der App eingibst.

Roller mieten:

  • Einen Roller per App suchen, mit der App den QR-Code am Roller scannen – und schon kann es losgehen!

Preise:

  • Jede Anmietung kostet pauschal 1 EUR.
  • Jede Minute kostet 15 Cent.
  • Der Timer startet, sobald der QR-Code auf dem Roller abgescannt wurde und endet, wenn die Miete in der App beendet wurde.
Voi E-Scooter
E-Scooter-Fahren macht bei solchem Wetter richtig Laune!

Der ausführliche Bericht

Nachdem Lime schon seit fast einem Monat in Stuttgart am Start ist, hat sich nun der schwedische Wettbewerber Voi ebenfalls in die Stuttgarter Innenstadt hinzugesellt. Daher lohnt sich ein Vergleich der beiden Anbieter.

Wie bei allen E-Scooter-Sharinganbietern läuft auch hier alles über die entsprechende App. Die Registrierung geht erwartungsgemäß sehr schnell. Der Account läuft über die hinterlegte E-Mail-Adresse. Bevor man mit dem Rollern loslegt, sollte man sich noch die Zeit nehmen und sich durch die Voi-Fahrschule klicken. Als Belohnung erhält man 5 Credits (ein Voi-Credit entspricht einem Euro) – doch dazu später mehr.

Menü der Voi-App
So sieht das Menü der Voi-App aus. Unter „Profil“ kann man seine Bezahldaten hinterlegen.

Als Bezahlmethode lassen sich wie bei den Wettbewerbern Kredit- und Debitkarten oder Paypal hinterlegen. Hat man eine Bezahlart eingerichtet, kann man sich noch zum Newsletter anmelden und weitere 5 Credits verdienen.

Jetzt kann es losgehen! Mit der App lokalisiert man den nächstgelegenen Roller, scannt den QR-Code und schon kann man starten. Auch hier gilt: Der Timer läuft unmittelbar nachdem der Code gescannt wurde.

Besonderheiten im Stadtgebiet

In der Voi-App sind sämtliche Gebiete rot gekennzeichnet, in denen man die Roller nicht abstellen darf. Die Markierungen sind hier deutlich überlegter gesetzt als bei Lime, wodurch der Anbieter verhindern möchte, dass die Roller in kritischen Bereichen, wie beispielsweise in Fußgängerzonen oder auf Brücken, abgestellt werden.

Voi bietet in bestimmten Städten auch sogenannte Hubs an. Das sind grün markierte Zonen, in denen man die Roller bevorzugt abstellen sollte. Im Gegenzug erhält man dafür Credits. In Stuttgart gibt es solche Voi-Hubs aktuell noch nicht.

Insgesamt ist das Geschäftsgebiet von Voi in Stuttgart deutlich kleiner als das von Lime. Es konzentriert sich stark auf die Stadtmitte und Stuttgart Ost. Bad Cannstatt ist beispielsweise nicht mit den Rollern von Voi erreichbar. Ebenso sind Stuttgart Nord und Feuerbach ausgeschlossen. Hier bietet Lime das deutlich größere Geschäftsgebiet.

Die E-Scooter bei Voi

In Stuttgart setzt Voi die aktuellste E-Scooter-Generation seiner Roller ein, den Voiager 2 (haha, Wortspiel 😀 ). Dieser ist praktisch baugleich mit dem E-Scooter von TIER. Der Voiager 2 verfügt über einen Frontantrieb (Radnabenmotor), über den auch gebremst werden kann. Ich persönlich finde die Lime-Scooter mit Heckantrieb etwas leichter zu fahren, da der Frontantrieb ruckeliger und bei höheren Geschwindigkeiten instabiler wirkt. Bei Geschwindigkeiten über 20 km/h wird auch über den Frontantrieb gebremst, indem der Roller mit dem Elektromotor verzögert. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig und irritiert, da man ein bisschen das Gefühl hat, über den Lenker zu kippen. Strom gibt man natürlich auch hier mittels eines Hebels.

Vorderrad Voi E-Scooter
Beim Voiager 2 genannten E-Scooter kommt eine doppelt gefederte Federgabel und ein Vorderradantrieb zum Einsatz.

Die Vorteile, die ich bereits beim TIER-Scooter festgestellt habe, hat aber auch der Voi-Roller: Eine praktische Dreh-Klingel, sehr gutes Licht und – ganz wichtig – zwei vernünftige Handbremsen. Eine Trittbremse für das Hinterrad gibt es hier also nicht. Damit lässt sich der Roller sehr sicher auch aus hohen Geschwindigkeiten stoppen.

Wie bei allen bisher getesteten Rollern ist der Federungskomfort sehr dürftig, obwohl der Voiager 2 auch mit einer Gabelfederung vorne ausgestattet ist. Die Vollgummireifen sind zwar robust, geben aber auch jede Fahrbahnunebenheit durch. Durch die kleinen Raddurchmesser sind die Roller insbesondere in kritischen Situationen nicht so leicht zu beherrschen, auch wenn das Fahren an sich kinderleicht ist.

Lenker des Voi E-Scooters
Der Voi-Elektroroller ist mit ordentlichem LED-Licht und zwei Handsbremsen ausgestattet.

Besser wären etwas hier größere Räder mit Luftreifen, wie beim Fahrrad. Doch diese sind natürlich deutlich wartungsintensiver. Weitere Schwachpunkte: Das Display lässt sich bei Sonneneinstrahlung nur schlecht ablesen und der Roller ist schwerer als man erwarten würde. Durch die Gegend tragen lässt er sich so kaum.

Die Voi-Fahrschule

Als Reaktion auf die teils harsche Kritik an den E-Scootern hat Voi die Fahrschule #RideLikeVoila (noch so ein Wortspiel) ins Leben gerufen. Bei dieser kann man sich in einem einfachen Quiz noch einmal wichtige Verkehrs- und Benutzungsregeln ins Gedächtnis rufen. Da es oben drauf für jede abgeschlossene Kategorie einen Credit gibt, lohnt sich die Teilnahme an der Fahrschule. Insgesamt gibt es fünf Kategorien und damit bis zu fünf Credits. Wer die Fahrschule erfolgreich abgeschlossen hat, erhält einen Empfehlungslink, den man an weitere Fahrer weitergeben kann und für jede absolvierte Fahrschule ebenfalls zwei Credits gutgeschrieben bekommt.

Preisvergleich

Schauen wir uns die Preise im Detail an. Wie auch bei TIER oder Lime kostet jede Anmietung pauschal 1 EUR. Die Minute wird bei Voi mit 15 Cent berechnet, was satte 10 Cent unter Lime liegt. Damit ist Voi deutlich günstiger, wobei das Geschäftsgebiet eben auch kleiner ist.

Minutenpreise der Sharing-Dienste in Stuttgart
Die Roller von Voi reihen sich preislich zwischen Pedelecs und den Elektro-Motorrollern ein.

Wer allerdings die N26-Bank-Aktion mit 50% Rabatt bei Lime nutzt, fährt derzeit für 12,5 Cent pro Minute und die Anmietung kostet nur 50 Cent. Mehr dazu gibt es hier.

Voi Voiager 2 E-Scooter
E-Scooter-Romantik 🙂

Fazit

Deutlich günstiger als Lime und mit den moderneren Rollern ausgestattet, ist Voi unterm Strich der bessere Anbieter der E-Scooter. Allerdings ist das Geschäftsgebiet noch sehr klein, wodurch sich Voi durchaus die Kritik gefallen lassen muss, dass die E-Scooter vor allem Fußwege ersetzen würden. Eine Erweiterung des Geschäftsgebiets ist dadurch unbedingt erforderlich. Meine (natürlich subjektiven) Beobachtungen zeigen, dass die Lime-Scooter für deutlich längere Strecken eingesetzt werden. Strecken, bei denen der ein oder andere sonst vielleicht das Auto benutzt hätte.

Begriffsdefinition: E-Scooter und E-Scooter

Elektroroller und Elektroscooter können zwei verschiede Fahrzeuge sein: Das eine Mal redet man über elektrifizierte Tretroller, im anderen Fall von elektrischen Kleinkrafträdern. Beide werden als E-Scooter oder Elektroroller bezeichnet. Was von beiden genau gemeint ist, wird oft erst aus dem Kontext ersichtlich. Daher werde ich versuchen, die beiden Fahrzeuge nach E-Tretrollern und E-Motorrollern zu unterscheiden, zumindest, solange nicht glasklar ist, worum es geht.

Weiterführende Links:

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